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Ein Jahr ohne Facebook

Ziemlich genau ein Jahr ist es heute her, dass ich mein persönliches Facebook-Profil und alles was damit verbunden war endgültig gelöscht habe. Die Entscheidung ob und in welchem Umfang ich Facebook noch „brauche“ hat sich bei mir tatsächlich über Monate hingezogen.Wer mich kennt, weiß, dass ich für 2 1/2 Jahre eine Fotografie-Seite auf Facebook betrieben habe. Diese Seite war mein Baby und hat mir Dinge ermöglicht, die ich mir vorher nicht zu träumen gewagt hätte. Ich habe tolle neue Leute kennengelernt, hatte über 700 „Gefällt mir“-Angaben, regelmäßige Anfragen für Fotoshootings und doch verlor ich mit jedem Follower den ich gewann und jeder Anfrage die erhalten habe immer mehr die Lust an Fotoshootings. Ich wusste, dass das so für mich keine Zukunft hatte und doch konnte ich nie den Mut aufbringen mich von meiner Seite zu trennen.

Mitte letzten Jahres entschied ich mich dann dazu eine nebenberufliche Weiterbildung zu beginnen, welche mich für zwei Jahre zeitlich stark einspannt. Mit dieser Entscheidung war klar, dass ich mein Hobby Fotografie und damit auch meine Facebookseite vorerst pausieren würde. Und obwohl ich mit meiner Weiterbildung eine neue Herausforderung angenommen habe, welche mich neben meinem Vollzeitjob und meinem Privatleben fordern würde, fiel insgeheim eine Last von mir. Die Last, einmal in der Woche etwas zu posten, regelmäßige Statistiken zu veröffentlichen und Fotoshootingtermine mit fremden Menschen zu haben.Und so schlief meine Seite für ein paar Wochen ein. Ich habe alle Facebook-Apps auf meinem Handy gelöscht und konnte mich so komplett davon lösen. Mein Facebook-Account existierte noch, doch nutzte ich ihn über Wochen gar nicht und so bemerkte ich, dass er mir nicht fehlte. Es fehlte mir nicht jeden Morgen als erstes und jeden Abend als letztes meine Timeline zu checken, es fehlte mir nicht Beiträge von Menschen und Seiten zu sehen, die mir nichts bedeuteten und nicht gut taten. Also stand meine Entscheidung fest: Um den Druck und die Last vollends loszuwerden, löschte ich mein gesamtes Facebook-Profil und mit ihm meine Fotografie-Seite und meinen Fotografie-Blog.

IMG_4282 - Kopie

Jetzt, nach genau einem Jahr kann ich besten Gewissens behaupten, dass ich diese Entscheidung nicht eine Sekunde lang bereut habe. Im Laufe des vergangenen Jahres habe ich viele Momente viel bewusster gelebt und erlebt, da ich zum Beispiel nicht meinen Standort auf Facebook markiert habe etc.

Ich habe allerdings auch gemerkt, dass mir das Fotografieren und das Bloggen fehlten. Indem ich keine Entscheidung überstürzt habe, hat es sich dann so entwickelt, dass ich Familienmitgliedern und Freunden gerne noch Fotoshootings anbiete. Außerdem habe ich meinen Instagram-Account so weiterentwickelt, dass er die Basis meines Reiseblogs wurde: „Nadines Heldenzeiten“. Jetzt kann ich ganz ohne Druck Fotografieren und Bloggen wann, wo und in welchem Umfang ich will.

Mit der Entscheidung mich von Facebook zu verabschieben habe ich (so verrückt es eigentlich klingt) mein Leben ein kleines bisschen entschleunigt und das fühlt sich gut an. Jede meiner Veröffentlichungen auf Instagram oder hier auf meinem Blog mache ich für mich, weil es mir Spaß macht und ich freue mich mit jedem, der den Spaß mit mir teilt.

Mein Fazit:

Es war eine gute Entscheidung mich von Facebook zu verabschieden und ich würde es immer wieder tun. Jedem, der auch an Facebook zweifelt empfehle ich einfach zu testen wie lange er tatsächlich ohne die Plattform auskommt. Außerdem kann man ein gelöschtes Profil innerhalb der ersten 14 Tage wieder herstellen lassen. Also keine Angst: Lasst den Ballast einfach fallen! 🙂

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2 Kommentare zu „Ein Jahr ohne Facebook

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